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Transcribe Page - Lenchen Berdel to Eugen Klee, February 1, 1920

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Lenchen Berdel to Eugen Klee, February 1, 1920, p. 2 and p. 3 - image of

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[Left side = page 2] Es ist alles furchtbar teuer u. gehören große Einnahmen dazu, um einiger= maßen anständig leben zu können. Von gewissenlosen Wucherern wird alles nur erdenkliche zusammengehamstert, die ganze Industrie ausgesogen u. auf Schleichwegen ins Ausland geschmuggelt. Wie sehr diese Menschen ihrem Vaterlande schädigen, ist ihnen egal, wann sie sich nur die eigene Tasche füllen können. Stiefel z.B. die man früher zu 12-14 Mk kaufte, kosten heute 250 bis 280 Mk. Ebenso, aber noch schlimmer ist es mit Brot. Fleisch u. Brot ist von 70 ₰ auf 3.40 Mk, Fleisch von 66 ₰ auf 6-8 Mk gestiegen. Butter von 1 Mk auf 15 bis 20 Mk. Am allerschlimmsten ist es aber [right side = page 2] in unserer Branche. Es ist und wird alles sehr rar u. somit sehr teuer; nach 5 Jhr. hat jede Familie mehr oder weniger Be= dürfnisse u. man muß jede Kaufgelegen= heit wahrnehmen, um seine Kundschaft be= liefern zu können. Welch großes Kapital da nötig wird, beschrieb ich in meinem letzten Brief u. entrollte Dir ein Bild unserer Ver= hältnisse u. Lage. Mein Mann wande sich des= halb mit seiner Bitte um ein kleines Dar= lehen an Dich u. ich hoffe u. glaube mit Bestimmt= heit, daß Du uns nicht umsonst flehen ließest, denn Dein Vertrauen zu uns wird doch größer sein, als diese Summe für Dich u. Deine liebe Frau bedeuten! Ein Dollar steht heute auf 95 - bedenke diesen großen Vorteil für uns! Wir sind, trotz des Großen Umsturzes, Deutsche


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