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Transcribe Page - Wilhelm Emmel to Karl Emmel, April 20, 1938

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Wilhelm Emmel to Karl Emmel, April 20, 1938, p. 4 - image of

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und sein Recht wird ihm nicht mehr strittig gemacht wie die Jahre zurück. Als Hitler bei seinem Regierungsantritt mit Österreich eine Zollunion machte, was haben damals unsre Gegner gespuckt u mußte rückgängig gemacht werden, weil keine Macht da war, u heute hat er Österreich mit Land u Volk zum Reich gebracht. Das hat sich blitzschnell vollzogen, daß man nur so staunte, es wußte auch hier niemand von nicht der Sache etwas. Jedem Deutschen der den traurigen Niedergang erlebt freute sich von ganzem Herzen über den großen politischen Erfolg. Dadurch, daß Ernst Bender sich ein neues Radio zulegte, haben wir alles schön mit bekommen, u daß Ihr auch alles mit bekommen habt hat mich auch gefreut. Am 10 April haben wir auch wieder unsere Stimme abgekgen geben. Unser Wahllokal war in der Blücherschule haben von [insertion:] Steeden [/insertion] aus Stimmscheine mit bekommen, daß wir hier stimmen konnten. Samstag abend vor dem Wahlsamstag war Johanna u ich am Rathaus wo der Lautsprecher Hitlers Rede in Wien gab, alle Formationen die das neue Deutschland hat war angetreten machten abschließend 2 große Fackelzüge mit zirka 20 Musikkapellen. Jeder Fackelzug hatte seinen bestimmten Weg. Im Ring vor dem Bahnhof bis zum Sedanplatz kreuzten sich beiden Züge, u. so hatten wir Gelegenheit von unsern Fenster die Sache zu besehen. In dieser Hinsicht hat sich zu früher viel geändert.

Wie ich aus Deinem Briefe sehe seit [sic] Ihr soweit noch alle gesund u. kann Gott sei Dank dasselbe von uns schreiben, daß Willi im Bett liegen muß tut mir leid u wünsche ihm baldige Genesung. Da ist nicht viel zu machen im Bett bleiben u warm halten, dann kann man mit Erfolg rechnen. Erkältungen oder Überarbeiten können die Ursache sein. Die Mutter hatte es seinerseit durch Erkältung, diese ging von Nordenstadt nach Erbenheim im Regen, trotz Schirm wurde sie naß, da Regen von der Seite kam, daß die Strümpfe durchnaß waren, u nach 8 Tagen

[margin:] war es so schlimm, daß diese nicht mehr stehen konnte. Hoffentlich bekommen wir bald Nachricht daß es Willi besser [geht?] [/margin]

So grüße ich für heute [?] alle recht herzlich [??]


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