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page 6, [left hand]: immer nicht recht kräftigen will, sowie auch daß des lieben Vaters Augen wieder schwächer sind, thut mir gar zu leid. Auch daß Wilhelm wieder eine böse Erkältung hat gefällt mir nicht. Im Ganzen aber muß man doch zufrieden sein solange die Nachrichten nicht schlimmer lauten u. so hoffe ich das beste für den Sommer. Mit Deiner neuen Wirtschafterin sei doch ja recht geduldig, liebe Mutter. Du kannst nicht erwarten gleich wieder eine so passende Person zu bekommen wie die Sch. Auch mußt Du der neuen die fremden Verhältnisse, mit denen sie sich umgeben sieht, zu Gute halten; nach u. nach wird sie sich schon besser zurecht finden. Recht leid ist mir auch daß es mit Onkel [?]Beifles[/?] so gar nicht gut geht; ich hatte doch gehofft, da das Leiden sich so lange hinzieht, daß es sich erträglicher gestalten würde. Für Wilhelm werde ich in Bezug auf das Roheisen thun was ich kann.
Von[roman:]Corey[/roman], aus [roman:]Lausanne[/roman], sind die letzten Nachrichten wieder besser gewesen. [roman:]Annie[/roman] schreibt nur leider so selten: - was würdest Du angeben, wenn eine Deiner Töchter das thäte?
page 7, [right hand]: Emma gefällt es eigentlich gar nicht in Kansas City. Sie klagt über große Kälte, heftigen Wind, Schmutz etc. Doch war dies freilich ein ausnahmsweiser langer u. stren= ger Winter. Ihre Kinder sind viel unwohl gewesen. Sie selbst erwartet wieder einen Familienzuwachs im Som= mer. Die Nachrichten von [?]Reghold's[/?] u. August's sind erfreulich. Wir beabsichtigen beiden Familien auf dem Weg nach Gotha einen Besuch abzustatten, wenn sie uns nämlich haben können. Für die Recension sind wir sehr dankbar. Das neue Gedicht kommt in diesen Tagen heraus. Die Publkation wurde, wegen der gleichzeitig in England beabsichtigten, etwas verschoben. Wer es noch im Manuskript gelesen hat, ist davon frappirt - der Gedanke ist so großartig u. die Form so rein künstlerisch u. edel. Doch ich muß schließen, liebe Mutter, denn die Zeit drängt u. ich muß an meine Arbeit.
