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Marie Taylor to Lina Hansen, June 27, 1876

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0122_0001.jpg

Revision as of Jun 4, 2022, 12:06:39 PM
edited by Dilla
Revision as of Jun 4, 2022, 12:07:05 PM
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bisher noch vor der Ermüdung gescheut.
 
bisher noch vor der Ermüdung gescheut.
 
Unterdessen habe ich Lilian mit [roman:] Sickles's [/roman]
 
Unterdessen habe ich Lilian mit [roman:] Sickles's [/roman]
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dahin gehen lassen u. sie kam sehr
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dahin gehen lassen u. sie kam sehr
 
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befriedigt u. angeregt abends
 
zurück. Den nächsten Tag aber thaten
 
zurück. Den nächsten Tag aber thaten
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ihr die Füsse weh vom vielen Hin- u. Her-
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gehen. L. sendet Dir herzlichste Grüße.  
 
gehen. L. sendet Dir herzlichste Grüße.  
 
Hans u. die Kinder grüße auch recht freundlich  
 
Hans u. die Kinder grüße auch recht freundlich  
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von uns. In diesen Tagen habe ich viel an Euch gedacht u. die schweren, trost-
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von uns. In diesen Tagen habe ich viel an Euch gedacht u. die schweren, trost=
 
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losen Tage,  
 
die damals  
 
die damals  

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[roman:] Cedarcroft [/roman], 27. Juni 1876

Meine liebste Mutter!

Diesmal muß ich doch sehen den Brief mit dem Hamburger Dampfer fortzubringen, wozu ich ja hier einen vollen Tag eher bereit sein muss. Wir haben von großer Hitze zu leiden u. fürchte ich daß die Hitze im Steigen ist. Eben strich ein leichter Gewitterregen über unsere Gegend, der uns für den Augenblick wenigstens etwas frische Luft gebracht hat, aber schon tritt die Sonne wieder hell u. glühend aus den Wolken hervor. Ich bin froh daß wir auf dem Land sind, denke aber mit um so größerem Bedauern an meinen guten Mann, der in der Stadt schwitzen muss. Dabei ist es mir ein Trost, daß er den heißesten Theil des Tages in dem [roman:] Tribune [/roman] Gebäude zubringt, wo die Räume der Redaktion in der obersten, d. h. der 7. oder 8. Etage liegen, hoch über den umgeben= den Gebäuden, mit freiem Blick über die Bay u. bis zum Meere hin wo also auch die Seeluft unge= hindert hinstreicht u. kühle Labung mit sich führt. Er bekommt dort die reinste u. frischeste Luft, die in N. Y. über= haupt zu haben ist. Diesen letzten Sonn= tag hat er uns leider nicht besuchen können; die Arbeiten an der Zeitung litten es nicht. Dafür dürfen wir ihn nächsten Sonnabend in der Frühe schon erwarten. Montag wollen wir dann

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deshalb lieber einige Arbeit selber, gebe unsere Wäsche außer dem Haus u. lasse zweimal wöchentlich eine Frau kommen, die kehrt u. reinemacht, denn ich habe es übernommen das Haus in Ordnung zu halten während [roman:] Annie [/roman] nach der Küche sieht u.den Haus= stand führt. [roman:] Annie [/roman] hat ein gutes Ne= germädchen von auswärts in der Küche, da sie aber Butter macht u. Ökonomie treibt, so hat sie sehr viel zu thun. Jetzt gerade hat die Weizen= ernte begonnen. Die Heuernte ist eben vorüber. Meine Schwiegermutter liegt leider schon über eine Woche krank. Sie bekam Durchfall, wie sie es oft schon bei heißer Jahreszeit gehabt hat. Diesmal aber wollte es durchaus nicht gründlich besser werden. Sie hat bereits drei Rückfälle gehabt u. mit jedem scheint ihr Magen schwächer zu werden. Sie kann keine feste Speise zu sich nehmen u. nichts will auf die Dauer ihren Magen befrie= digen. Hätte sie nicht eine so zähe Natur, so würde ich ihren Zustand bedenklich finden. Beide Schwiegerel= tern u. [roman:] Carey's [/roman] erwidern Deine Grüße auf's Herzlichste. - Zur Ausstellung bin ich noch nicht gewesen, ich habe mich bisher noch vor der Ermüdung gescheut. Unterdessen habe ich Lilian mit [roman:] Sickles's [/roman] dahin gehen lassen u. sie kam sehr befriedigt u. angeregt abends zurück. Den nächsten Tag aber thaten ihr die Füsse weh vom vielen Hin- u. Her= gehen. L. sendet Dir herzlichste Grüße. Hans u. die Kinder grüße auch recht freundlich

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von uns. In diesen Tagen habe ich viel an Euch gedacht u. die schweren, trost= losen Tage, die damals über uns kamen. Gebe Gott, daß Du nicht wieder krank geworden bist, liebste Mutter! Von Tante Auguste erhielt ich vor einigen Tagen auch einen lieben Brief. Mit innigster Liebe Deine T. Marie.

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