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Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899

Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 1
Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 2
Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 3
Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 4
Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 5
Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899, p. 6

Author

Georg Holl

Katharine Holl

Recipient

Johann Georg Holl

Date

January 29, 1899

Origin

Weikenreuth, Bavaria

Destination

Shady Bend, Kansas

Description

Letter from Georg Holl and his wife Katharine Holl to Georg’s brother, Johann Georg Holl, January 29, 1899.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, untranscribed

Source

Johann Georg Holl Family Letters

Collection

Johann Georg Holl Family Letters

Repository

Holl family collection

Citation

“Georg Holl and Katharine Holl to Johann Georg Holl, January 29, 1899.” Johann Georg Holl Family Letters, Holl family collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/2387

Original text

Weickenreuth, den 29. Januar 99

Werthliebender Bruder und Familie in der Ferne!

Schuldbeladen meines Gefühls, wegen Deines langen Harrens eines Briefes aus Weickenreuth, fühle ich mich ergebenst bereit, von Deinen Mittheilungen vom Januar 1896, um Deine Geduld nicht mehr zu steigern / endlich eine Nachricht von mir, Dir zu=kommen zu lassen. Denn seit diesem großen Zeitraum von drei Jahren ist über unsere Häupter schon manche fröhliche Stunde dahin geeilt, aber auch manches Leid und Schmerzens=sorge ist uns nicht erspart geblie=ben.

[page 2:]

denn es erfüllte uns erst letztes viertel Jahr schweres Leid, durch den herben bitteren Verlust unser=es Schwesters Gatten, welcher in den kräftigsten Mannesalter nach langen schmerzlichen Krankenla=ger des Todes=Beute wurde. Und so mußte jetzt unsere theuere Schwester als Wittwe, mit ihrem drei Kindern sorgenvoll der Zu=kunft entgegensehen, wenn Sie nicht ihre Hoffnung und Trost auf den himmlischen Vater setzte, der ein Berater der Wittwen und ein Versorger der Weisen ist, und mit dem frommen Liederdichter Samuel Rodigast ausrufen wol=lte, Was Gott thut, das ist wohl=gethan. Aber ergeben in den

[page 3:]

Willen Gottes, läßt Ihr [insertion:] auch [/insertion] jedermann auf allen Seiten menschliche Hilfe angedeihen.

Doch wieder zurückkommend auf meine eigenen Verhältnisse; so kann ich erstens berichten, daß sich meine Familie um ein Glied vermehrte, seit 1. September 1896 zählt eine Tochter mehr. Voriges Jahr (98) am 17. April wurde auch unsere älteste Tochter, nach reifen Jahren und vorhergegang=enen Religionsunterricht durch die Confirmation als selbstständ=tiges Mitglied in die christliche Kirche aufgenommen, welches auch uns ernste Gefühle erregte. Am Tage nach der Konfirmation machte ich mit ihr einen Spazier=gang

[page 4:]

wobei ich die Gelegenheit benützte, ihr Bildnis Photographisch aufnehmen zu lassen. Von diesen Porträtten will auch die Tochter, dem Onkel in der Ferne eines dem Briefe beilegen um ihre zärtliche Liebe dem Onkel zu beweisen, denn mehr kann sie nicht bieten. Ist aber dabei besorgt es könnte nicht in die Hände des Onkels gelangen, und wünscht hie=bei wenn thunlichst, baldigst da=von Mittheilung zu machen.

Noch will ich bemerken daß bereits das halbe Wintervierteljahr ver=flossen ist ohne Kälte und bereits ohne Schnee, so daß auch manche Nacht kein Reif fiel, während in Amerika wie ich höre der strengste Winter herrscht. Zum Schluß seit alle herzlich

[page 4, top margin:]

gegrüßt, von Euren Bruder und Schwägerin Onkel und Tante, nebst Kindern Georg und Katharina Holl.

[/page 4, top margin]

[page 5:]

Lieber Bruder mein Schwager Georg Münch hat sich verheiratet mit einer Wittfrau die hat ihr eigenes Haus wird daher dich nicht mehr aufsuchen.

Lebet wohl in der Ferne!


Transcribed by Neele Bahr


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