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Wuellner family letter, March 3, 1893

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Date

1893-03

Description

Wuellner family letter, March 3, 1893.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, transcription under review

Source

Wuellner Family Letters

Collection

Wuellner Family Letters

Repository

Mackowiak family collection

Citation

“Wuellner family letter, March 3, 1893.” Wuellner Family Letters, Mackowiak family collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1982

Original text

Lieber Bruder und Schwiegerin!

Glücklich sind wir alle 28 Dienstagabend um 9 Uhr Abens in West Point ange- kommen. Diese verspättung kam wegen der schlegten Witterung in der Nacht es war wegendessen ein Gütterzug in der Noth und wir haben 3 Stunden im freien Feld gestabt. Da war es Mittag wo wir in Omaha ankamen da mußten wir warten bis des Abens halb 6. Nun war aber guter Raht theuer. Wenn wir nun da ankommen ist da Nie- mand mehr der uns zu recht hilft. Doch da haben wir einen Tepesche abgeschickt und die Leute mit den Wagens sind ge- blieben bis wir ankamen. Da war der Burger mit den Schlitten der lud Ritters mit den Kindern auf und Gall lud

ihr Gepäck auf und fuhr damit seiner Wohnung zu und Burger mit der Familie nach seiner Wohnung wo sie bis den 9 März bei gewesen sind. Uns mit dem Gepäck hat der Knecht des Herrn wo von wir gerentet haben nach seiner Wohnung gebracht, wo wir bis 7 März unsere freie Aufnahme hatten. Jetzt sind wir auf unsern Platze und der ledige Mann botet bei uns. Wir haben erst vor läufig eine Kuch für 20 Dollar gekauft, auch etwas. Hühner. Mit den Perden (sic!) das weiß ich jetzt selbst noch nicht den Heinrich und die Kinder sind erst jetzt wieder hin zu den Herrn und wollen die Sache erstnoch mal über legen 2 Perde haben wir schon von ihm gekauft für 130 Dollar. Vielleich nehmen wir mehr Land denn von den Buben will keiner aus dem Hause und dann müssen wir auch noch 2 Pferde haben. Die Witterung ist jetzt ziemlich gut vill Wind ist hir. Wo wir kamen war alles voll Schnee. Wir sind

bis jetzt noch alle Gott sei dank gesund. Diesen Mittag war ich bei Ritter und Josi er sagte das sie auch noch all so zimlich gesund wären. Wir sind 2 Meilen und Ritters sind 4 Meilen von der Kirche entfernt. Heute sind wir zur Kirche gefahren. Wenn die Rothen erst schön trocken sind kann man auch wohl dahin laufen. Kartoffel sind hir theuer der Buschel 1 Dollar. Wir haben uns ein hinter Viertel Rintfleisch genommen das Pfund 6 Zent das ganze ist für 9 Dollar. Ein Schwein wollen wir uns auch noch schlachten. Hungern brauchen wir hir nicht. Denn der liebe Gott verläßt keines von seinen Kinder. Andere neuigkeiten weiß ich jetzt noch nicht. Nun lieber Bruder der nächst Sontag bringt deinen schönen Namenstag da gratuliere ich dich und deinen kleinen Sohn Joseph vill tausend mal, wünsche dir vill Glück und Segen, Gesundheit und ein langes Leben. Nun möchte ich auch gerne wissen wie es meinem kleinen Pahten geth. Auch wie dir

Deiner Frau und den andern Kindern, sind hir auch noch alle gesund. Lieber Bruder das Scheiden war hart aber ich denke es ist villeich der Wille Gottes so gewesen. Jetzt will ich mein schreiben schließen in der hoffnung das es euch bei guter gesundheit antrifft so wie es mich verläßt. Ville Grüße von uns alle und von Ritters. Grüß Deine Schwiegermutter und Schägers, Schenks und Meier wo wir bei gewohnt haben. Wenn du kannst Grüße auch Tonsors, Elise, und Lehne Bose, und sag nächstens woll wir ihnen auch schreiben. Bitte schreibt bald wieder

       [U](n)sere Ad(resse) ist Monterey
            Cuming Co(unty). Nebraske

Lieber Onkel ich bitte euch grüße die Schwester, die Schulkamera- den, eure Kinder und Stoltes. Einen besonderen gruß von deine Neve Gertrud


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