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Wuellner family letter, August, 1888

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Author

Theresia Wüllner (Boso)

Date

1888-08-00

Description

Wuellner family letter, August, 1888.

Type

letter

Language

German

Tags

1880-1889, transcription in progress

Source

Wuellner Family Letters

Collection

Wuellner Family Letters

Repository

Mackowiak family collection

Citation

“Wuellner family letter, August, 1888.” Wuellner Family Letters, Mackowiak family collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1977

Original text

Neuenbeken den 29. Juli 1888.

Lieber Bruder und Schwiegerin!

Ich fühle mich von Liebe genöhtigt euren schon lange gesendeten Brief, zu beantworten. Wir haben gehört all die Schicksaale welche euch der liebe Gott im fremden Lande zugeschickt hat, dieses thut uns sehr leid, aber doch was Gott thut ist wohl gethan. Meine lieben euren Brief und die Bildchens welche wir im vorigen Jahre grad 14 Tage vor Libori erhalten hatten, hat uns sehr gefreut, auch hörten wir das Schwester Agnes zwei Zwillinge ge= boren ha, da ist doch Segen Gottes genug, aber auch Arbeit genug. Wo sind sie jetzt in der Stadt oder außer= halb derselben. Wir haben ungefähr 4 Wochen nachher an euch und Ritter geschrieben, welches nicht angekommen ist. Wir haben zu gleicher Zeit an Tonsor geschrieben, der war angekommen, den sie hatten auf Weihnachten darauf geant- wortet

[page 2:]

wortet. Maria Tonsors Frau schrieb selbst, und schrieb auch wir sollten nach Ame= rika kommen, sie wollten uns von der Bahn abholen, - aber das soll doch wohl nicht so [insertion:] leichtfertig [/insertion] gehen, denn wenn wir da kä= men und ständen da wie ein Bettler am Wege wie dann. Ich schrieb ihnen wieder das sie komen sollte wohl schlecht gehen, aber wohl könnten Sie uns etwas von ihrem Überfluß mittheilen wenn sie wollten. Darauf haben Sie noch nicht wieder geschrieben. Nun lieber Bruder Joseph und Franziska, auch Schwester Agnes und Wilhem es hat sich der liebe Gott unsere jüngste Schwester Elisabeth zu einen Orn berufen, nählich sie hat sich ins Kloster zu Straßburch die Schwe= ster von hl Kreuze aufnehmen lassen und ist schon seit dem 10. Februar 1888 da, sie hat am 9. Juli ihren 2 Brief geschrieben, und läßt euch alle in Liebe grüßen, Sie Schreib

[page 3:]

wenn es Gott hl. Wille wäre, würde Sie am Feste Kreuz Erhöhung das hl. Orns= kleidt erhalten, welche Freude für Sie. Ihre Gesundheit betreffe nicht das ein Wort von ihr geredet würde. Wir sind Augen blicklich alle Gesund, unsere vier Kinder wovon das jüngste einen Monat jünger ist als eure Maria, heißt Elisabeth, wozu Schwester Elisabeth Pahte ist sie sind recht munter und fröhlich. Auch Johann und seine Frau und 4 Kinder sind noch zim= lich gesund. Er sagte als er am 10 Juni hir war er wolle auch mal schreiben ob er es schon getahn hat wissen wir nicht. Die beiden alten Leute Kattendiks leben noch und sind schon eine 83 andere 85 Jahr alt es geht ihn recht Kümmerlich. Vetter Hindahl und seine Frau, und Bernard sind jetzt Schenkwirthe und sind dabei gesund. Joseph Hindahl hat Geheirathte und hat einen Sohn. Lehrer ist er in Märzen.

[page 4:]

Unser Vetter und seine Familige zu Feldromen sind noch recht gesund und munter, Sie lassen euch alle vielmals grüßen. Jetzt will ich mein Schreiben schlißen in der Hoffnung das es euch doch alle wieder in guter Gesundheit, trifft wie es mich verläßt. Grüßt Agnes und Wilhelm nebst den Kindern von uns. Viele Grüße von uns alle Verwante uns Bekante an euch alle

Einen besonderen Gruß sendet in Liebe eure Schwester

Theresia Boso

Bitte Schreibet bald wieder

Aton den 19 August 1888 Alton den


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