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Eugen Klee to Eugen Haas, January 23, 1926

Eugen Klee to Eugen Haas, January 23, 1926, p. 1
Eugen Klee to Eugen Haas, January 23, 1926, p. 2

Author

Eugen Klee

Recipient

Eugen Haas

Date

January 23, 1926

Origin

Wiesbaden, Hesse

Description

Letter from Eugen Klee to Eugen Haas, January 23, 1926.

Type

letter

Language

German

Tags

1920-1929, transcribed

Source

Eugen and Emma Klee Papers

Collection

Eugen and Emma Klee Letters

Repository

Horner Library

Citation

“Eugen Klee to Eugen Haas, January 23, 1926.” Eugen and Emma Klee Papers, Horner Library, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1726

Original text

[page 1:]

Wiesbaden, den 23ten Jan. 1926.

Lieber Neffe Eugen, liebe Lisbeth! –

Mit Bedauern haben wir [insertion:] aus [/insertion] Deinem Brief
vom 18. Jan. entnommen [insertion:] erfahren [/insertion], daß Euer lb. Helenchen
so schwer erkrankt ist & hoffen [insertion:] aber [/insertion], daß es dem Arzt
und Eurer guten Pflege gelingt, das Kind
gesundheitlich wieder vollständig herzustellen. Bei
Masern ja nicht zu schnell ins Licht, damit das Kind
nicht schielt & keine schwachen Augen behält. Nicht
wahr, Helenchen, Du gibst hübsch acht, sonst kannst
Du keine Klavier-Noten & auch keine andren
Noten lesen! Deine gute liebe Tante hat nämlich
eine große Überraschung für Dich!

Dir, Eugen, würde ich raten, jede Woche ein
elekt. Lichtbad in Landau zu nehmen, & späterhin
alle zwei Wochen & im Frühjahr & Sommer jeden
Monat. Dann & wann eine kalte Einpackung!
Das „harte Nüßchen“ [insertion:] Elisabeth [/insertion] braucht das Alles nicht &
kann
Dich & Helenchen gut pflegen; braucht aber das „Nüßchen“ ein Knacken [insertion:] auch eine Erholung [/insertion], so nehme es mit nach
 Landau, schwitzt Euch tüchtig
aus & eßt [retracted:] dann [/retracted][insertion:] knackt [/insertion] ein
paar [retracted:] Knack [/retracted] würstchen [insertion:] anstatt Nüsse [/insertion] mit  Landauer  Bier
& die Krankheit ist geheilt und kehrt gesund & munter zurück

[insertion:] [underline*2] Zuletzt [/underline*2] [/insertion] Ein gegenseitiger [insertion:] Abschieds [/insertion] besuch ist bei dieser Witterung,
& der Kürze der Zeit [insertion:]& andrer Umstände halber [/insertion] doch wohl ausgeschlossen.
Wir werden bei dieser Jahreszeit eine schlechte Überfahrt
haben, ja sogar eine gefährliche, hoffentlich brau=[insertion:] sonst würde ich rufen
„Auf Wiedersehen“ –
aber so heißt’s[/insertion] chen wir nicht zu sagen: „Wer weiß – ob wir
uns wiedersehen „!“

Es freut mich, daß Du ein guter Inspektor
unseres Familiengrabes sein willst & habe ich diesbezüglich
Herrn Walter Heusser in Kenntnis gesetzt.

Zwei von unsern Koffern & ein Handkoffer
bringen wir nach dem hiesigen Lagerhaus oder
Speicherei der Firma Jakoby; denn [insertion:] was würden selbst [/insertion] die Koffer
würden denken wir sind Koffer [insertion:] wenn sie [/insertion], wenn wir erst [retracted:] nochmals zurück [/retracted]
nach Knittelsheim schicken!? müßten!

[page 2:]

Nächste Woche schicken wir Euch aber vier
Pappdeckelschachteln
mit Kleidungsstücken &
Zeitschriften, wie Ihr aus einliegender
Liste ersehen könnt. [insertion:] [illegible].[/insertion]. Was Euch von diesen
Sachen nicht paßt, schenkt jemand anders;
[insertion:] damit Euch nicht der Gedanke kommt, daß wir auf Euch herabschauen [/insertion],
aber ich nehme an,
[insertion:] daß man [/insertion] auf dem Lande kann man die Kleidungsstücke noch
[insertion:] [inserted belowline] lange [/insertion]
[insertion:] [above] gut [/insertion] austragen kann.

Die Schachteln [insertion:]Nummer I II III IV[/insertion] wurden von Tante Emma
wieder hübsch schön verpackt & dafür könnt
Ihr die gute Tante mal wieder [insertion:] kränken [/insertion], ärgern
oder schlecht behandeln – nicht wahr?! Nach dem
alten Sprichwort: Undank ist der Welt Lohn
! Doch
ich glaube, daß derartige Mahnungen nicht mehr
nötig sind; denn ich muß annehmen, daß Eure
Gefühle jetzt gereinigt sind & derartige Dinge
doch nicht mehr vorkommen könnten.

Von den alten Möbelstücken brauchte ich für
spätere Einrichtungen nur: das alte Klavier,
den runden Tisch mit Stühlen, den Schrank, das [insertion:] gelbe [/insertion] Bett (gelb)
und die Kommode, wenn Du dieselbe bekommen hast.
Die [insertion:][aboveline] Alle von diese Stücke waren früher gelb angestrichen [/insertion]
Die ganz alten Möbel [insertion:] [belowline] namentlich Bette [/insertion] kannst Du ja verkaufen
besonders wenn schon der Wurm eingesetzt hat.
[insertion:] damit Du Dein Transport Geld heraus bekommst, [/insertion]
Solltest Du aber die Gegenstände behalten, so mußt Du
sie in ein Zimmer stellen, alle Ritzen in Türen &
Fenster verstopfen & Blausäure oder andere Gase
im Zimmer verbrennen [insertion:] um [/insertion] alle Bakterien zu vernichten.
In der Apotheke zu Landau kannst Du hierüber Auskunft
erhalten. Etwaige Strohunterbette verbrenne sofort.

[insertion:] Zuletzt [/insertion] Tante Emma hat einliegend noch eine
andere Überraschung – also erschreckt nicht!!!

Indem wir nun hoffen, daß Euer Helenchen
bald ganz gesund ist & die Klavierstudien aufnehmen
kann & daß es auch Euch gesundheitlich wohl ergeht
grüßen Euch Onkel & Tante

Eugen & Emma Klee

Wiesbaden

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