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Hermann Raster to Sophie Raster, July 7, 1874

Hermann Raster to Sophie Raster, July 7, 1874, p. 1
Hermann Raster to Sophie Raster, July 7, 1874, p. 2
Hermann Raster to Sophie Raster, July 7, 1874, p. 3

Author

Hermann Raster

Recipient

Sophie Raster

Date

July 7, 1874

Origin

Chicago, Illinois

Destination

Zerbst, Anhalt

Description

Letter from Hermann Raster to his sister, Sophie Raster, July 7, 1874.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcription under review

Source

Hermann Raster Papers

Collection

Raster Family Letters

Repository

Newberry Library

Citation

“Hermann Raster to Sophie Raster, July 7, 1874.” Hermann Raster Papers, Newberry Library, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1628

Original text


[preprinted:] EDITORIAL ROOMS OF THE ILLINOIS STAATS-ZEITUNG, HERMANN RASTER, Editor-in-Chief. CHICAGO, [/preprinted] 7. Juli [preprinted:] 187 [/preprinted] 4

Liebe Schwester

Heute hatten wir die halbjährige [?]= renversammlung und nahmen den Ge= schäftsbericht über die letzten 6 Monate ent= gegen. Dieser ist in Rücksicht auf die furchtbare Zerrüttung aller Geschäfte durch die Krisis vom letzten Herbst (und die dadurch bedingte Verrin= gerung der Anzeigen) allerdings nicht ganz so günstig, wie für die ersten 6 Monate des Jahres 1873, doch in Anbetracht jener Ver= hältnisse sehr zufriedenstellend. - Der Rein= gewinn der Zeitung stellt sich auf über 35000 Doll, wovon indessen an 4000 Doll. halbjährliche Verlust an dem Hause abgehen, so daß $31,000 netto bleibt. - Das Haus ist jetzt, was wo die Miethen auf 50 bis 60 Prozent von dem,


was sie vor dem Krach waren, gesunken sind, ein sehr unangenehmes Besitztum. Wir rechnen uns unsre eigene Miethe zu 7200 an und schießen dann noch etwa 8000 zu, - mit andern Worten unsre Miethe kommt uns auf $15000 zu stehen. - Nun, bei einem jährlichen Verdienst von ca 80,000 Doll. läßt sich das verschmerzen; - nach Verlauf mehrerer Jahre wird sich der Verlust durch dann gestiegene Miethen wieder einbringen.

Für die 6 Monate Januar bis Juli nun haben wir eine Dividende von 15% erklärt, welche Dir mit 465 Dollars gutgeschrieben ist und vom 1. Juli an mit 10% verzinst wird, so daß sie bis zum 1. Januar auf 488 1/4 Doll. gewachsen sein wird. - Die 300 Dollars, welche Dir noch von der Ja= nuar - Dividende gut stehen kannst Du, wenn Du willst zum 1. Oktober ziehen, oder stehen lassen. von den In letzterem Falt Falle würde Dein Guthaben zu Neujahr 803 1/4 Doll. betragen. Ich denke, daß fas die 3100 pr. Thaler, welche Du im in Ganzem in Amerika ange= legt hast, Dir von jetzt an regelmäßig 33 - 37% Zins tragen werden Dein tr. Bruder [roman:] H Raster [/roman]

[text on top of page 1, written upside down:] Wir leiden hier unter ganz fürchterlicher Hitze Gestern Mittag waren 31° [K.?] im Schatten und in unsern Zimmern 29 - 30° Selbst Nachts im Schlafzimmer 27 - 28°. [roman:] Grethe u. Mathilde [/roman] leiden schwer daran; ich auch etwas [/text on top of page 1, written upside down]


Deine Logen - Geschichte hat mich bitter geärgert und wenn ich an irgend eine Möglichkeit hätte denken können, Dich zu an den verfluchten Kaffern zu rächen, hätte ich es gewiß gethan. Aber ich sehe wirklich nicht, wie ich dabei etwas thun kann. Vielleicht daß sich eine Gelegenheit fin= det, wenn ich in 3 oder 4 Jahren wieder hinauskomme. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und die Rache schmeckt, wie [roman:] Chalotte Russe [/roman] am süßesten, wenn sie kalt genossen wird.

In unserm Hause geht Alles gut. [roman:] Gretchen [/roman] ist längst auf und die Ernährung des Kindes scheint ihr, da dadurch ihr Appetit gewaltig gesteigert wird, recht gut zu bekommen. Leider ist uns eine vortreffliche Wärterin, welche wir für das Kind genommen hatten, nach keinen 2 Wochen wieder fortgegangen, weil sie Gesichtsrose mit furchtbaren Schmerzen bekam. Heute haben wir eine neue engagiert, eine junge Wittwe, die Ihr eigenes Kind ver= loren hat, und wollen sehen, wie sie sich macht. Das Kind selbst gedeiht zusehends. [roman:] Eddy [/roman] dagegen, obwohl munter u. fidel magert jetzt, während einer schon seit 10 Tagen andauernden mörderischen Hitze sehr ab. - Diese Hitze ist Alles, worüber wir zu klagen haben; sonst geht es uns in allen Stücken gut; Ich hatte in vor. Woche die Grippe sehr arg, so daß ich drei Tage zu Hause bleiben mußte, es ist aber nun vorbei. - Beste Grüße an Schwager u. Marie von Deinem tr. Bruder [roman:] H R [/roman]


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