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Marie Taylor to Lina Hansen, January 5, 1875

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http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0086_0002.jpg

Author

Marie Hansen (Taylor)

Recipient

Lina Braun (Hansen)

Date

January 5, 1875

Origin

New York, New York

Description

Letter from Marie Taylor to Lina Hansen, January 5, 1875.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcribed

Source

Bayard Taylor Papers

Collection

Marie Hansen Taylor Correspondence

Repository

Houghton Library, Harvard University

Citation

“Marie Taylor to Lina Hansen, January 5, 1875.” Bayard Taylor Papers, Houghton Library, Harvard University, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1187

Original text

[page 1:]

New - York, Jan. 5. 1875

Liebste Mutter,

Da ich Dir heute die Grabrede zurückschicke, lege ich doch ein paar Worte bei Dir zu sagen daß hier alles beim Alten ist, d. h. daß wir uns wohl befinden. Bayard war drei Tage zu Hause, die 3 ersten Tage des Jahres u. verließ uns dann wieder auf eine Woche. Vorige Woche war die Aufführung der Komödie. Lilian machte sich ganz gut u. sah in dem Kostüm einer Zofe des 16. Jahrh. recht hübsch aus. Das Stück war sehr amüsant u. die Aufführung eine im Ganzen gut gelungene. Lilian wird Dir nächstens schreiben u. Dir einen der Theaterzettel beilegen. Seit heute geht sie wieder in die Schule u. sitzt über jetzt über ihrer Geometrie - Aufgabe. Sie hat einen guten Kopf für Mathematik u. Geometrie. Ich wollte der gute Vater hätte es erleben können. Sie hat es jedenfalls von ihm geerbt, denn ihr eigener Vater hat weder Sinn noch Talent dafür. Heute haben wir unser gemiethetes Pianino bekommen, ein sehr schönes Instrument, ganz neu, von prächtigem Ton. Ich habe

[page 2:]

des lieben Vaters Bild eben auf gestellt u. unter dasselbe den schönen rothen Lampenteller gelegt, den unsre liebe Ida mir einmal gestickt hat. Ich wollte Du könntest meinen hübschen Salon sehen, u. überhaupt unser ganzes Logis - es ist so gemüthlich. Meine Schwiegermutter ist diese Woche noch hier. Den Sonnabend wird sie zurückkehren. Sie war diesen Nachmittag mit Lilian hinüber in den Park auf’s Eis gegangen, wo alle Lilian’s Bekannte waren u. Schlittschuh liefen. Die jungen Leute haben sie im Stuhlschlitten herum kutschirt. Die Schwiegermutter ist mir aber ganz lahm zurückgekommen. Ihr Rheumatismus ist doch recht schlimm. Sie ist im Ganzen recht gealtert. Wir haben seit Weihnachten ernstlich Winter; Tag für Tag 1 - 2° Kälte, manchmal auch ein bischen mehr u. ab u. zu ein wenig Schnee, der eine vortreffliche Schlittenbahn abgiebt. Ich bekomme hoffentlich diese Woche noch einen Brief von Dir - u. möchte er mir bessere Nachricht über Dein Befinden u. Elisabeth’s bringen! Viele herzliche Grüße an

[page 2, left margin:]

Dich von Lilian u. der Schwiegermutter u.

[page 1, left margin:]

grüße mir Hans u. die lieben Kinder auch so recht freundlig, mit inniger Liebe, Deine T. Marie. 


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