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Marie Taylor to Lina Hansen, April 21, 1872

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Author

Marie Hansen (Taylor)

Recipient

Lina Braun (Hansen)

Date

April 21, 1872

Origin

Cedarcroft, Chester County, Pennsylvania

Description

Letter from Marie Taylor to Lina Hansen, April 21, 1872.

Type

letter

Tags

1870-1879, mht, untranscribed

Source

Bayard Taylor Papers

Collection

Marie Hansen Taylor Correspondence

Repository

Houghton Library, Harvard University

Citation

“Marie Taylor to Lina Hansen, April 21, 1872.” Bayard Taylor Papers, Houghton Library, Harvard University, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1145

Original text

[page 1 (sheet 1, right-hand side):]

Cedarcroft, April 21, 1872

Sonntag Abend.

Meine liebste Mutter!

Diesen Morgen war ich im Begriff diesen Brief an Dich zu beginnen, als ein Wagen voll Gäste vorfuhr, welche zu Mittag blieben. So wurde es denn Abend ehe ich im Stande bin mit Dir zu plaudern. Ich habe Dir heute allerlei Wichtiges mitzutheilen. Vor allem, daß unser Haus ver=miethet ist. Dies wird Dir lieb sein zu hören. Der Preis nun für den wir es vermiethet, ist ein weit geringerer, als es werth ist, dafür aber, dass der Miether es auf 3 Jahre übernom=men u. wir auch Ursache haben das Haus in guten Händen zu glauben, haben wir gern den Preis herabgesetzt. Wir bekommen für diese drei Jahre 2,000 Dollar Miethe. Ferner haben wir auch 16 Acker, welche abgetrennt vom übrigen Land liegen u. für die eigentliche Besitzung ziemlich werthlos sind, für 1,500 Dollar verkauft. Und zuletzt, was doch am Ende das Wichtigste, haben

[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

wir unsere Plätze engagirt auf der [roman:] Holsatia [/roman], welche den 13. Juni von [roman:] N.Y. [/roman] abfährt. Du kannst Dir denken wie über=häuft mit Arbeit ich um diese übrige Zeit noch bin, denn am 15. Mai bereits müssen wir das Haus geräumt haben. Ich habe in den beiden verflossenen Wochen schon recht gekramt u. gepackt, habe aber noch einen wahren Berg von ebendergleichen vor mir. Mein Schreibzimmer im 2ten Stock ist in einen Packraum verwandelt, wo alles sich auf=häuft, sortirt u. vertheilt wird. Morgen kommen verschiedene Arbeitsleute in's Haus um nothwendige Reparaturen vor=zunehmen; übermorgen kommt [roman:] Pattie [/roman] zu uns heraus um den Tag bei uns zuzubringen, u. Donnerstag gehe ich mit Lilian nach Phila auf 3 Tage um Besuche zu machen, einiges zu besorgen u. zum Zahnarzt zu gehen. Am 1. Mai kommt unser deutscher Buchbinder aus der Stadt, um die Bibliothek einzupacken, u. dann muß ich in der letzten Woche noch das ganze Haus reinigen lassen. Auch kommt der Umzug meiner Schwiegereltern

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

noch dazu. Mit dieser Woche wollen wir anfangen jeden Morgen, wenn [roman:] Joe [/roman] nach der Post fährt, das eine u. andre Stück nach ihrem Häuschen schaffen zu lassen; dies wird es leichter für uns alle machen. Bayard hat leider noch sehr scharf an seinem Buch zu arbeiten. Er wird, wie es zu erwarten stand, so häufig unterbrochen, daß ich fürchte, er muß sich zuletzt noch recht anstrengen um fertig zu werden. Wenn wir [roman:] Cedercroft [/roman] verlassen, werden wir uns sogleich nach [roman:] N.Y. [/roman] begeben u. dort die letzten Wochen vor unserer Abreise zubringen, wo dann Bayard seine Arbeit ungestörter vol=lenden kann. Lilian hat gestern ihre Abschieds-Gesellschaft gegeben. Wir hatten 14 ihrer Gespielen hier, darunter 4 Knaben u. das Amüsement war groß. Um 3 Uhr war die Stunde des Zusammenkommens, u. da es heller Mondschein war, blieb das junge Völkchen zusammen bis 9 Uhr, wo dann ein Wagen nach dem andern wieder fortrollte. Das Frühjahr zögert bei uns noch immer. Wir haben wieder

[page 4 (sheet 1, left-hand side):]

einige recht rauhe, unfreund=liche Tage gehabt. Vorigen Mon=tag, wo Bayard u. Lilian nach Wilmington fuhren um die Verwandten zu besuchen u. Geschäfte abzumachen (Bayard nämlich), schneite es sogar wieder einmal. Den Tag darauf fuhren wir alle nach West Chester, bei hellem Himmel, aber sehr scharfem Wind. Ich ging zumeist um [roman:] Mrs Piercie [/roman], wegen [roman:] Annie Braisted [/roman] zu sprechen. Seitdem habe ich ihr die Sachen, welche ich für Emma aufbewahrt hatte, überschickt, damit sie dieselben für [roman:] Annie [/roman] in Obhut nimmt. Letztere war recht munter, obwohl [roman:] Mrs Piercie [/roman] sie aus Rücksicht für ihre Gesundheit noch aus der Schule behält. Sei so gut u. sage dies alles einstweilen der lieben Tante Auguste.

Wir haben dieselbe Kajüte auf der Holsatia bekommen, die unsere Schwiegereltern inne hatten. Sie ist die 2te von der Mitte des Schiffes aus, also eine sehr gute. Wenn Du diesen Brief erhältst, dann schicke Deine Briefe an mich nach der [roman:] Tribune Office, N.Y. [/roman] u. zwar bis zum 25. Mai; nachdem

[page 5 (sheet 3):]

wäre es wohl überflüssig. Es wird mir schwer werden dann ohne Nachricht von Dir zu sein bis wir Hamburg erreichen, aber die Hoffnung Euch immer näher zu kommen, wird ein großer Trost sein. Gott gebe, daß alles gut gehe, u. wir Euch wohl antreffen!

Es ist spät geworden, u. ich muß schließen, denn morgen werde ich schwerlich Zeit finden etwas hinzuzusetzen. Grüße alle Lieben, obenan den lieben Vater recht herzlich. Bayard u. Lilian senden Euch gleichfalls beste Grüßen; ebenso meine Schwiegereltern. Hoffentlich höre ich bald von Dir, u. Gutes.

Mit inniger Liebe

Deine Tochter

Marie.


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